Marion Bergmann

Leseproben aus

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Rosenmilch

Gedichte

Bild 1

Immer wieder

sind es die Anmut und die Schönheit, die in diesem Büchlein hervortreten. Liebe weht an, wie der Hauch eines Windes, erweckt durch den Flügelschlag eines Schmetterlings.

In den Gedichten "Rosenmilch" darf sich jeder geborgen fühlen. Das DU, welches in dieser Lyrik ausgesprochen wird, ist ein DU, in dem die Leserin, der Leser, sowie sie eintreten möchten, sich zu Hause fühlen können! Der Tisch ist gedeckt, um von Worten essen und trinken zu können! Wer sich hier stärken lassen möchte, kann darüber hinaus die Erfahrung machen, wie sich neue Räume erschließen. Ob diese Räume nun "draußen" oder "drinnen" liegen - diese Entscheidung bleibt einem jeden selbst überlassen...

Paul Celans Worte "das Gedicht hält immer auf etwas anderes zu" lässt in einem Gedicht von Marion Bergmann die Möglichkeit von Ankunft vermuten:

Ich wünsche nicht mehr
Ich wünsche nur dich
und dich
dich
in mir
zu entdecken

;

So zeigt sich der Lyriker nicht als Bewohner eines Vertrauten. Der Lyriker, so Marion Bergmann, ist Entdecker einer inneren Landschaft! Jeder, der neugierig genug ist, "dies" zu erfahren, findet in dieser Gedichtsammlung sicherlich eine neue Landkarte und Schatzinseln, die er selbst erkunden kann.